St Vincent de Paul Apotheke Baton Rouge http://deutschpillen.com/ psychische Gesundheit News 2012

Hirniges

dog brainSämtliche Stimulationen die das Gehirn über die Sinnesorgane aufnimmt, gelangen zuerst über den Thalamus in das limbische System und werden dort emotional bewertet. Da der Weg vom Thalamus zum limbischen System kürzer ist als der zur Großhirnrinde, ist die emotionale Reaktion immer die erste Reaktion. Nachdem  dieser Bewertungsprozess im Gehirn  entschieden hat, welche emotionale Bedeutung  ein Reiz/eine Situation hat, wird mittels verschiedener physiologischer und emotionaler Prozesse anpassendes Verhalten initiiert: Verhalten entsteht also im Gehirn und ist die Antwort auf die Stimulation, die das Gehirn aus der Umwelt und dem Körper erhält und dient der Anpassung an die aktuelle Situation – Verhalten hat immer eine Funktion, auch wenn es vom Menschen unerwünschtes Verhalten ist!

Belastend bewertete Reize/Situationen erzeugen negative Emotionen wie Angst, Wut, Ärger oder Frustration und werden zu Stressoren, die mit einer Stressreaktion einher gehen, um den Körper für den Notfall anpassungsfähig und reaktionsschnell zu machen. Diese negative emotionale Reaktion auf den Stressor aktiviert die Hypothalamus-Hypophyse -Nebennieren- Achse (kognitive Mediatortheorie von John Mason) und nicht der Stressor selbst. Emotionale Reaktionen sind individuell und je nach Vorerfahrung und aktuellem emotionalen und physiologischem Zustand unterschiedlich, sie können daher im Tier unterschiedliche und unterschiedlich starke Verhaltensantworten hervorrufen.

Neuron synapseStress ist ein aktiver Prozess, bei dem ein Individuum seine Bewältigungsfähigkeiten beansprucht, als Antwort auf Anforderungen aus der Umwelt oder auch innere Anforderungen (oder auch beides). Diese Bewältigungsfähigkeiten umfassen allerdings nicht allein die biologische Stressreaktion, sondern legen ihren Augenmerk vornehmlich auf die Denk und Gefühlsprozesse des Individuums, da ein mehrgliedrieger Bewertungsprozess entscheidet, ob eine Situation als belastend empfunden wird oder nicht und somit ob ein Reiz/eine Situation zum Stressor wird oder nicht (transaktionale Stressmodell nach Richard Lazarus). Die Stressreaktion ist  somit nicht starr, so wie ihre biologische Beschreibung es dargestellt, sondern dynamisch und beeinflussbar: Die emotionale negative Reaktion, die ja die Aktivierung der Hypothalamus – Hypophyse – Nebennieren – Achse auslöst, kann durch Training verändert werden, welches diesen Bewertungsprozess verändert und in Folge dessen die emotionale Reaktion auf den Stressor abschwächt, bzw.   positiver ausfallen läßt. Der Reiz/die Situation wirkt dadurch immer weniger bedrohlich und belastend und der Hund wird immer weniger gestresst:

Stressbewältigung ist möglich, und Verhaltensveränderung wird ermöglicht!

Unbenannt-2

Rechtlicher Hinweis: Alle Texte und Bilder auf dieser Homepage sind Eigentum von HUNDEHIRN/ oder den ausführenden Referenten. Für die Verwendung der Ausschreibungstexte der Seminare braucht es eine schriftliche Genehmigung.

 



Veröffentlicht in Hirniges